Als wir die Info direkt von James letzte Woche beim Abendessen in Campradon/Spanien erhielten, kam zunächst ein beklemmendes Gefühl auf. Warum wurde James Dabill, der fast von Anfang an bei Vertigo war, der Vertrag nicht mehr verlängert?

Vertigo Besitzer Manel Jane, einer der wenigen Trialhersteller der komplett auf Investoren verzichtet hat, der finanziell so abgesichert ist, dass er sich auch einen seiner besten Freunde, Toni Bou (Jahres Budget ca. € 1,5 Millionen) leisten könnte, will nicht Alles in den WM Zirkus reinbuttern.

Die Kosten für einen Fahrer in der WM kommen auf ca. € 250000.- bis 300000.-pro Jahr, der wahre Nutzen dabei ist eher gering. Wenn man die Verkaufszahlen der Hersteller mit den Ausgaben für Werksfahrer vergleicht, wird jedem klar, dass das eine Rechnung ist, die bei den meisten Herstellern nie und nimmer aufgehen kann.

Manel Jane will dieses Geld lieber in die Forschung und Weiterentwicklung seiner Marke stecken, anstatt jährlich „neue“ Modelle mit geänderter Rahmenfarbe und dem dazu passenden Sticker Kit zu präsentieren.

Eine dieser Neuentwickelungen hatten wir in NOASSAR /Campradon mit der Vandal gesehen und getestet.

Die Trial WM wird nur mehr mit einem Fahrer -Jeroni Farjardo- bestritten. Dougie Lampkin wird die SSD 2017 fahren.

VERTIGO ist auf dem richtigen und seriösen Weg, ein großartiger Trialhersteller zu werden!